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BWG Dossiers > Gesundheitswirtschaft > Die Angst der niedergelassen Ärzte vor den Medizinischen Versorgungszentren

 „Die Angst der niedergelassen Ärzte vor den Medizinischen Versorgungszentren“ vom 11.06.2009 in der Kaiserin-Friedrich-Stiftung in Berlin

 

Die Medizinischen Versorgungszentren

Am 11. Juni 2009 veranstalteten die Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. in der Kaiserin-Friedrich-Stiftung eine Podiumsdiskussion über das Thema: Die Angst der niedergelassen Ärzte vor den Medizinischen VersorgungszentrenAuf dem Podium waren Herr Dr. Wulf-Dieter Leber vom GKV-Spitzenverband, Frau Dr. Angelika Prehn als Vorstandsvorsitzende der KV Berlin, Herr Dr. Wolfram Otto in seiner Funktion als Geschäftsführer der Polikum Service GmbH, Herr Dusan Tesic als Geschäftsführer der MVZ Vivantes GmbH und Herr Detlev Heins von der Deutschen Krankenhausgesellschaft.                    

2009_06_11_MVZ_1

Nach der Begrüßung durch Herr Joachim Bovelet alsVorsitzender der Geschäftsführung der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH konnten die etwa 90 interessierten Gäste des Auditoriums eine interessante Veranstaltung erleben.
Dr. Wolfram Otto eröffnete den Abend mit einer Vorstellung seines MVZ-Unternehmens Polikum. Es wurde von Ihm als niedergelassener Arzt im Jahre 2004 gegründet.  Sein Unternehmen ist im Ballungsraum Berlin sehr erfolgreich. Er trat dafür ein in Zukunft überall eine digitale Krankenakte einzuführen. Sein MVZ steht seiner Meinung nach klar in der Konkurrenz zu den Krankenhäusern in seiner Umgebung.
An den Medizinischen Versorgungszentren in den Krankenhäusern kritisierte er, dass Sie wahrscheinlich die Absicht verfolgen Ihre stationären Betten zu füllen.
Dusan Tesic
erzählte das Vivantes momentan über 9 MVZ verfügt. Er berichtete das die MVZ in den Krankenhäusern von den Medizinischen Dienst streng kontrolliert werden und das eine unnötige Überweisung von einen ambulanten MVZ direkt ins Krankenhaus sofort erkannt werden würde und finanzielle Strafen zur Folge hätte. Durch die MVZ können die Ärzte Ihren Beruf besser mit Ihrer Familie verbinden. Es wird Ihnen auch sehr viel Bürokratie abgenommen.

Die Frau Dr. Angelika Prehn erklärte das die Medizinischen Versorgungszentren in Krankenhäusern den Vorteil haben, dass Sie die Geräte gemeinsam nutzen können. Die Krankenhausärzte sind bei Vivantes auch gleichzeitig in den MVZ tätig. Sie gab aber zu bedenken, das der Kollektivvertrag durch die MVZ auf keinen Fall aufgeweicht werden sollte. Am wichtigsten ist für Sie eine flächendeckende Versorgung.

Detlev Heins berichtete das er die MVZ gerade in Ballungsräumen sehr begrüßt.

Dr. Wulf-Dieter Leber meinte das er organisierte Wettbewerbsmärkte am Besten findet. Er begrüßte ebenfalls die Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung. Diese Öffnung kann aber seiner Meinung nach direkt ohne MVZ erfolgen. Seiner Meinung nach sollten aber erstmal nur sektorale Einzelverträge geschlossen werden.

Die zukünftige Entwicklung

 Dusan Tesic betonte, dass in Zukunft noch die Schnittstellenprobleme zwischen den ambulanten und stationären Daten gelöst werden müssen. Er ist sich sicher das den MVZ die Zukunft gehören wird.

 2009_06_11_MVZ_2

Dr. Angelika Prehn sagte, dass die niedergelassenen Ärzte auch in Zukunft keine Angst vor dem MVZ haben brauchen, da Ihre Bindung zu den Patienten oft über Jahrzehnte gewachsen ist.

Detlev Heins meinte das wir in Zukunft eine monistische Finanzierung brauchen.

Dr. Wolfram Otto sagte voraus, das es in Berlin in Zukunft 20 bis 30 MVZ geben könnte.

 

Wir danken der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH für ihre Unterstützung, den Referenten für ihre Beiträge und Herr Prof. Dr. Klaus-Dirk Henkefür seine Moderation.

Text & Photos: Thomas Schneider (Berliner Wirtschaftsgespräche)
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