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Die Qualität der ambulanten und stationären Versorgung 

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Die bisherigen Qualitätsprüfungen und Probleme im deutschen Gesundheitssystem

Am 28. Oktober 2009 veranstalteten die Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. in der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin eine Podiumsdiskussion über die Qualität in der ambulanten und stationären Versorgung. Auf dem Podium diskutierten Hartmut Braitsch (COMPAREX Deutschland GmbH), Dr. Uwe Kraffel (stellvertretender Vorstands-vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin), Dr. Ekkehard Schuler (HELIOS Klinikum Berlin-Buch/ Leiter des Medizincontrollings), Priv.-Doz. Dr. Ortrud Vargas Hein (Charité Berlin/ Leiterin des zentralen Qualitätsmanagements) und Prof. Dr. Axel Ekkernkamp (Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Unfallkrankenhaus Berlin).

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Nach der Begrüßung durch Thomas Schneider (Projektleiter für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft bei den Berliner Wirtschaftsgesprächen e.V.) erlebten die etwa 40 interessierten Gäste des Auditoriums eine informative Veranstaltung.

Dr. Uwe Kraffel erläuterte, dass im ambulanten Bereich die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) die Qualifikationen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten überprüften und die medizinischen Apparaturen sowie die Qualität der Untersuchungen kontrollierten. In Berlin unterlägen rund zwei Drittel aller Kassenleistungen einer zusätzlichen Qualitätskontrolle durch die KV. Er stellte fest, dass die Qualität bei den Überprüfungen immer besser geworden sei. Aber die größeren Praxen hätten in der Regel mehr Qualitätsprobleme als die kleinen. Allerdings ließe sich die Ergebnisqualität bisher nicht perfekt messen.
Dr. Ekkehard Schuler berichtete, dass seit 2005 alle deutschen Krankenhäuser, die gesetzlich versicherten Patienten betreuen, alle zwei Jahre einen Qualitätsbericht veröffentlichen müssten. Neben den Basisdaten wie der Betten- und Ärztezahl müssten in dem Bericht in zehn Fachbereichen auch Angaben zur Arbeitsqualität der Ärzte gemacht werden. Allerdings existierten die Daten für 26 Leistungsbereiche. Das Qualitätsmanagement von HELIOS gehe noch darüber hinaus. Die internen Kontrollen und die interne Kommunikation bei HELIOS seien momentan besser als bei allen anderen Krankenhäusern in Deutschland.
Priv.-Doz. Dr. Ortrud Vargas Hein meinte, dass für die Patientenzufriedenheit die gute Kommunikation mit den Erkrankten sehr wichtig sei. Oft fehle  in den großen Krankenhäusern die nötige Zeit.

Die zukünftige Entwicklung

Prof. Dr. Axel Ekkernkamp betonte, dass eine Träger übergreifende Qualitätssicherung bei den deutschen Krankenhäusern am Besten wäre. Die bisher getrennt stattfindende Qualitätssicherung zwischen dem ambulanten und stationären Bereich sollte bald überwunden werden. Die Berufsgenossenschaften seien in dieser Hinsicht schon weiter. Auch sollten seiner Meinung nach stets Fachärzte, auch am Wochenende, die Notfallpatienten behandeln. Allerdings behindere der Investitionsstau im Krankenhausbereich die weiteren Schritte bei der Verbesserung der Qualitätsprüfungen hin zu Qualitätsindikatoren.Rolf Dieter Müller wies mit seinen Ausführungen in die Zukunft und meinte, dass bisher die Qualität in den Disease Management Programmen gerade bei Diabetespatienten schon gut zu messen seien. Daraus könnten wir in Zukunft lernen. Es sollte zukünftig  mindestens 1 Prozent des Geldes der Gesetzlichen Krankenversicherung für die Versorgungsforschung ausgegeben werden. Immerhin spare gute Qualität dem Gesundheitssystem dann wieder viel Geld. In Österreich funktioniere die Qualitätsmessung  bereits besser als bei uns.
Hartmut Braitsch erklärte, dass es seiner Meinung nach gut wäre, wenn man alle Qualitätsdaten mit der Gesundheitskarte veröffentlichen würde. Alle Patientenakten sollten in Zukunft digital erstellt werden und es sollte ein digitales Langzeitarchiv in den Krankenhäusern angelegt werden. Damit könnte es gelingen, aus alten Fehlern zu lernen.
Dr. Ekkehard Schuler befürwortete am Ende der Veranstaltung ebenfalls das Konzept der qualitätsorientierten Vergütung im Medizinbereich.

Wir danken der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin für Ihre Gastfreundlichkeit, den Referenten für ihre Beiträge und Herrn Rolf Dieter Müller für seine Moderation.


Text und Kopfbild: Thomas Schneider (Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.)

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