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Teilnehmer der Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. besuchten im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forschung vor Ort“ das DIN Deutsches Institut für Normung
Die
Berliner Wirtschaftsgespräche sind eine überparteiliche Vereinigung, die das
Ziel verfolgt, durch Netzwerke und Kommunikationszusammenhänge die
Wettbewerbs-fähigkeit der Berliner Unternehmen zu verbessern.
Nach einführenden Worten des Direktors des DIN, Dr.-Ing. Torsten Bahke, sprach
Rüdiger Marquardt, Bereichsdirektor Innovation, über Normen und Spe-zifikationen
im Innovationsprozess. Er stellte unter anderem dar, wie verschiedene Arten von
Normen (für Terminologie, Prüfungen, Schnittstellen, Sicherheit, etc.) die
Stadien des Innovationsprozess von der Grundla-genforschung bis zur Diffusion
unterstützen können.
Die
Teilnehmer der Berliner Wirtschafts-gespräche hatten danach Gelegenheit, die
Thematik Innovation und Normung im Rahmen eines „Knowledge Cafés“ mit Fragen
und Diskussionsbeiträgen zu vertiefen. An drei Tischen standen dafür die
Experten Prof. Knut Blind (TU Berlin), Prof. Thomas Böllinghaus (BAM) und Dr.
Jens Albers (Nanotron) zur Verfügung. 
Prof.
Thomas Böllinghaus vertrat die Auffassung, dass Normung eine Hilfe sein kann,
um komplexe Technologien in die Anwendung zu überführen: „Durch Normen ist das
technische Sicherheitsniveau von Produkten so hoch, dass dies ein
Wettbewerbsvorteil ist.“ Böllinghaus unterschied dabei die normungs-begleitende
Forschung und die entwicklungsbegleitende Normung. Als ein Beispiel für
normungsbegleitende Forschung nannte er die Prüfung von Heißrißbildung, ein
Problem, welches etwa beim Laserschweißen von Fahrzeugdachkanten auftritt.
Ein
Normungsprojekt zur Entwicklung von Prüfparametern für Heißrißbildung benötigte
eine normungsbegleitende Forschung, um Ergebnisse zu bekommen, die die Norm
vervollständigten. Als ein Beispiel für entwicklungsbegleitende Normung nannte
Böllinghaus Sicherheitsprüfungen von Castoren (Behältern für Lagerung und
Transport von radioaktivem Material), welche parallel zur Entwicklung der Behälter
durchgeführt worden sind und heute Zulassungsvoraussetzung für
Nuklearstoffbehälter sind.
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