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Wissenschaft und Architektur- Führung im Humboldtmuseum Schloss Tegel Montag, 20.09.2010 17:00 Schloss Tegel Treffpunkt: Vor dem Eingang Gabrielenstraße/ An der Mühle 13507 Berlin Diese Veranstaltung ist ausgebucht. Empfehlen Sie diese Veranstaltung weiter: |
| Mitglieder: |
15,00 € |
| Nichtmitglieder: |
20,00 € |
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Im Jahr 2010/11 nimmt die
Berliner Wissenschaft die Jubiläen von fünf der ältesten und
renommiertesten
Wissenschaftseinrichtungen Berlins zum Anlass, ein gemeinsames Berliner
Wissenschaftsjahr zu feiern:
Zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen sind in architektonisch und geschichtlich hochinteressanten Bauten und Gebäudekomplexen angesiedelt, die Ihnen die Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe Wissenschaft und Architektur gerne in speziellen Führungen vorstellen möchte.
Der Wissenschaftsstandort Berlin ist maßgeblich durch ein berühmtes Bruderpaar geprägt:
Alexander und Wilhelm von Humboldt.
Diese Mal wollen wir das Schloss Tegel besichtigen. Es ist das einzige Schloss in Berlin, das sich in Privatbesitz befindet.
Hier verbrachten der Naturforscher Alexander von Humboldt und der Gelehrte und Staatsmann Wilhelm von Humboldt ihre Kindheit und Jugend.
Auch zog sich Wilhelm von Humboldt 1819 für längere Zeit zu wissenschaftlichen Arbeiten in das väterliche Schloss zurück. Zuvor war er maßgeblich an der Reformierung des preußischen Bildungswesens beteiligt, und mit der Gründung der Berliner Universität hatte er den Typ der modernen bürgerlichen Universität geschaffen.
Beide Brüder sind hier auf dem Friedhof der Familie Humboldt "Campo Santo" begraben, der sich im Park des Schlosses Tegel befindet und ebenfalls besichtigt werden wird.
Begrüßung: |
Claudia Häuser-Mogge |
Führung: |
Ulrich von Heinz u./ o. Christine von Heinz |
Das in Privatbesitz befindliche und noch von den Nachfahren von Wilhelm von Humboldt bewohnte Haus stammt zum Teil aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Es wurde als Jagdschloss der brandenburgischen Kurfürsten errichtet. 1766 kam es durch Erbpacht in die Familie von Humboldt und fiel schließlich durch Erbteilung Wilhelm von Humboldt (1767-1835) zu, der es 1820-24 durch Karl Friedrich Schinkel für seine Sammlung, insbesondere antike und klassizistische Marmorskulpturen und -reliefs und Gipsabgüsse, umbauen ließ.
Durch den Umbau war nach den Worten Schinkels ein Haus „im griechischen Stil“ entstanden. Das auf die Bildungsidee Wilhelm von Humboldts zurückgehende Gesamtkonzept eines Museums, bei dessen Verwirklichung er von Schinkel und Christian Daniel Rauch unterstützt wurde, hat sich im Wesentlichen bis heute erhalten.
Schinkel entwarf 1829 auch die
Familiengrabstätte im Park. Hier befinden sich die Gräber von Caroline (1829), Wilhelm (1835)
und Alexander von Humboldt (1859) und ihren Nachkommen.
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