
Gesundheits- und Sozialwirtschaft
![]() |
Reformen im deutschen Gesundheitssystem – Ist das Solidarsystem nicht mehr tragbar? Dienstag, 16.11.2010 19:00 AOK-Bundesverband Schlechte Parkmöglichkeiten! Rosenthaler Straße 31 10178 Berlin Empfehlen Sie diese Veranstaltung weiter: |
| Die Veranstaltung ist kostenfrei!: |
0,00 € |
Begrüßung |
N.N. Dr. Rudolf Steinke |
Impulsstatement |
Dr. Klaus Jacobs Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Institutes der AOK |
Podium |
Joachim Bovelet Dr. Klaus Jacobs Heinz Lanfermann, MdB |
Moderation |
Klaus Kirschner Langjähriges Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion, ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses Gesundheit und Soziale Sicherung |
11 Milliarden Euro Defizit sind mittlerweile im Jahr 2010 im deutschen Gesundheitssystem aufgelaufen. Die angestrebte Reform von Bundesgesundheitsminister Rösler dehnt die finanziellen Belastungen der Versicherten aus, obwohl beispielsweise die Daten der OECD belegen, dass die Anteile der privaten Haushalte an den Gesundheitskosten seit Jahrzehnten enorm ansteigen. Kann es eine sinnvolle Strategie sein, das System zu entsolidarisieren, um ausreichend Druck für eine umfassende Reform aufzubauen? Wird der zunehmende Problemdruck dann eine sachbezogene Reform garantieren, ohne Partikularinteressen in den Vordergrund zu stellen? Ist das heutige Gesundheitssystem wirklich so schlecht auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet?
Die politischen Diskussionen drehen sich seit jeher um die geeigneten Maßnahmen, die das System effizienter machen. Die Suche danach fällt nicht immer leicht, denn Gesundheitspolitik ist ein kompliziertes Feld. Es erfordert Kenntnisse von ökonomischen, gesundheitswissenschaftlichen und sozialrechtlichen Zusammenhängen. Dazu kommt, dass die Interessensgruppen mächtig sind und die politischen Parteien zum Teil verschiedene Therapielösungen propagieren.
Gesundheitsökonomen sehen beispielsweise Einsparpotential und mehr Qualität der gesetzlichen Krankenkassen durch Selektivverträge, die diese mit Kliniken oder Arzneimittelherstellern abschließen können. Krankenkassen sind dabei nicht mehr verpflichtet, mit jedem kassenzugelassenen Arzt, Krankenhaus oder Arzneimittelhersteller abzurechnen. Sie können sich Anbieter heraussuchen, die eine Leistung mit guter Qualität zu günstigen Preisen erbringen. Beispielsweise, weil sich eine Klinik auf eine Operation spezialisiert hat und deshalb weniger Nachbehandlungen nötig sind, weil Ärzte eng kooperieren und so Doppeluntersuchungen vermeiden oder weil ein Pharmahersteller auf Medikamente Rabatt gewährt. Es gibt auch Kritik an diesen Vorschlägen, die wir an diesem Abend mit Vertretern der Politik, der Kassen und der Wissenschaft erörtern wollen.
An diesem Abend wollen wir die aufgeworfenen Fragen diskutieren und auch das Ausgabenpaket der gesetzlichen Krankenversicherung aufschnüren und Einsparpotentiale ausfindig machen.
Im Anschluss laden wir Sie zu einem kleinen Imbiss ein. Für die Gastfreundlichkeit und die freundliche Unterstützung bedanken wir uns beim AOK-Bundesverband und bei Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH.

Aktuelle Ankündigungen
![]() |
Internet-Werbung bei den
Wir bieten Ihnen einen Werbeplatz, der von Zielgruppen aus der Berliner Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur wahrgenommen wird. |