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Aktuelle Veranstaltungen > Die Europäisierung der Sozialwirtschaft

Gesprächskreis Sozialwirtschaft

g_gesundheitswirtschaft Die Europäisierung der Sozialwirtschaft

Mittwoch, 19.11.2008 19:00

Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Unter den Linden 78
10117 Berlin

Nicht buchbar

Preis pro Teilnehmer: 0,00 €

Begrüßung

Barbara Steffner

Leiterin der Politischen Abteilung bei der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland

Thomas Schneider

Projektleiter für Gesundheits- und Sozialwirtschaft bei dem Berliner Wirtschaftsgesprächen e.V.

Podium

Christina Busch
Europabeauftragte
Caritasverband des Erzbistums Berlin

Thomas Greiner
Vorsitzender des Vorstandes
Dussmann-Gruppe

Dr. Manfred Mohr
Deutsches Rotes Kreuz e.V.,
Generalsekretariat, EU Referent     

Joachim Rock
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband-Gesamtverband e.V., Grundsatz- und EU-Referat             

Dr. Heidi Knake-Werner
Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales des Landes Berlin

 

Moderation

Stefan Spieker

Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.

Geschäftsführer Fröbel e.V.

Die Sozialwirtschaft in Deutschland lässt sich nicht länger nur in nationalen Grenzen denken. Die Grundfreiheiten des europäischen Binnenmarktes und der europäische Wettbewerb betreffen auch die Unternehmen in diesen Bereich. Die sozialen Berufe stehen unter der Herausforderung der europaweiten Mobilität. Der Wettbewerb der sozialen Dienstleister muss im europäischen Kontext gestaltet werden. Eine wirtschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn Güter oder Dienstleistungen auf einen bestimmten Markt angeboten werden. Damit können auch wirtschaftlich handelnde öffentlich-rechtlich organisierte Einrichtungen als Unternehmen eingeschätzt werden. Bisher wurden die deutschen Unternehmen im Sozialwirtschaftsbereich nicht als Unternehmen eingestuft. Die europäischen Institutionen beschäftigen sich mit den sozialwirtschaftlichen Diensten weiterhin im Bezug auf ihre Bedeutung für den Zusammenhalt in der Gesellschaft, ihre Qualität, ihre nachhaltige Finanzierbarkeit und dem Zugang zu ihnen. Durch die monetäre Steuerung mit Fördermitteln versucht die EU die gesellschaftlichen Bedingungen innerhalb der EU zu beeinflussen. Innerhalb der EU sollten in Zukunft gemeinsame soziale Standards definiert werden.

Bisher ist der deutsche Sozialstaat stark durch die Prinzipien der Solidarität und Subsidiarität geprägt. Der größte Teil der sozialen Dienstleistungen wird daher durch die Wohlfahrtsverbände und durch privat-gewerbliche Träger erbracht. Es existiert eine Pluralität der Träger. Die freie Wohlfahrtspflege hat in Deutschland eine sehr starke Stellung. In Zukunft wird es spezielle Regelungen für den europäischen Markt mit sozialen Diensten geben müssen. Die deutsche Praxis von Ausschreibungsverfahren steht bisher einer wettbewerblichen Regelung entgegen. Aber die deutschen Unternehmen der Sozialwirtschaft haben sich an anderer Stelle schon auf dem europäischen Wettbewerb eingelassen. Es wurden schon betriebswirtschaftliche Elemente wie das Benchmarketing  und ein Qualitätsmanagement eingeführt.

Die Europäisierung der Sozialwirtschaft ist keine Bedrohung. Die Anbieter die sich auf die Veränderungen auf dem nationalen Markt einstellen, werden in der Lage sein, mit den Risiken und Chancen der europäischen Integration umzugehen. Die Veranstaltung soll dazu dienen, die Herausforderungen durch die EU im Sozialwirtschaftsbereich aufzuzeigen und Lösungen aufzuzeigen.

Wir danken der Vertretung der Europäischen Union in Berlin für ihre Gastfreundlichkeit und laden sie nach der Veranstaltung zu einen kleinen Imbiss ein.

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