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Aktuelle Veranstaltungen > „GKV und PKV im Vergleich – Wie steht es um die Krankenversicherung in Deutschland?“

Gesundheits- und Sozialwirtschaft

g_gesundheitswirtschaft „GKV und PKV im Vergleich – Wie steht es um die Krankenversicherung in Deutschland?“

Donnerstag, 10.02.2011 19:00

DRK-Kliniken Westend
Aula im BIZ
Spandauer Damm 130
14050 Berlin

Nicht buchbar

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Mitglieder: 0,00 €
Nichtmitglieder: 12,00 €
Begrüßung

N.N.
DRK-Kliniken Westend

Dr. Rudolf Steinke
Berliner Wirtschaftsgespräche

Impulsreferate
Dr. Klaus Jacobs
Geschäftsführer Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)

Dr. Frank Niehaus
Institutsleiter (kommissarisch) Wissenschaftliches Institut der PKV
Podium
Dr. Klaus Jacobs
Geschäftsführer Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)

Dr. Günther Jonitz
Präsident der Ärztekammer Berlin

Dr. Frank Niehaus
Institutsleiter (kommissarisch) Wissenschaftliches Institut der PKV

Michael Weller
Leiter Stabsbereich Politik GKV-Spitzenverband
Moderation
Klaus Kirschner
Langjähriges Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion, ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses Gesundheit und Soziale Sicherung

Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat mit dem im November 2010 vom Bundestag beschlossenen GKV-Finanzierungsgesetz an einigen Stellschrauben gestellt, die nicht nur Veränderungen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) mit sich bringen, sondern auch die private Krankenversicherung (PKV) in den Fokus rücken. Waren die gesundheitspolitischen Reformdiskussionen in der Vergangenheit überwiegend auf die GKV ausgerichtet, so bringt die Reform, wie einige Experten erklären, einen Paradigmenwechsel mit sich. 

Dafür würde das Vorkassen-Prinzip sprechen, ein bekanntes Verfahren aus der PKV, das nun auch in der GKV ausgebaut werden kann. Ebenso gelten zukünftig die auf Basis von Kosten-Nutzen-Bewertungen ausgehandelten Erstattungsbeträge von Krankenkassen auch für Medikamente deren Kosten die PKV übernimmt. Darüber hinaus wurden die Bedingungen für einen Wechsel von der GKV in die PKV wieder erheblich erleichtert. Die sogenannte Drei-Jahres-Frist wird ab Januar wieder auf eine Ein-Jahres-Frist gekürzt.

Diese und weitere Maßnahmen der Regierung scheinen notwendig geworden zu sein, weil sich auch die PKV enormen finanziellen Herausforderungen gegenüber gestellt sieht. Denn sie habe bisher keinerlei mit der GKV vergleichbare rechtliche Möglichkeiten, gegen Kostensteigerungen beispielsweise im erwähnten Arzneimittelbereich vorzugehen. Hinzu kämen die Einnahmeverluste in Folge der Finanzkrise bei der Anlage der Altersrückstellungen. Von außen betrachtet scheint die PKV in unsicheres Fahrwasser geraten zu sein. Stetige Kostensteigerungen für viele Versicherte bestärken diese Vermutung, so einige Stimmen.

Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen künftig Zusatzbeiträge erheben, um auflaufende Defizite auszugleichen, so die Bundesregierung. Die Ausweitung der Zusatzbeiträge und der geplante Übergang zur Vorkasse mindere die Attraktivität der gesetzlichen Krankenkassen für freiwillig Versicherte. Außerdem würde die Reform neben steigenden Zusatzkosten für die Versicherten keine langfristige Qualitätsverbesserung bringen, und auch die Strukturprobleme würden nicht angepackt, wird kritisiert.

Der Reformdruck in der GKV ist und bleibt hoch, auch nach der Reform sei eine langfristige solide Finanzbasis nicht in Sicht. Der von der Bundesregierung geplante steigende Steueranteil für den Sozialausgleich beispielsweise stehe nach wie vor nicht mit der angespannten Situation im Bundeshaushalt in Einklang, so Experten.

Die Fachwelt spekuliert, ob die schwarz-gelbe Koalition der PKV tatsächlich Rückenwind verschaffen will, oder ob sie stillschweigend die Systemangleichung von GKV und PKV eingeleutet hat. Die Reform löst einige Spekulationen aus.

An diesem Abend wollen wir uns die Vorteile beider Versicherungssysteme von jeweils einem Vertreter genauer erklären lassen. Wir wollen in die Zukunft blicken und die Frage stellen, wie unser zukünftiges Krankenversicherungssystem in einigen Jahren aussehen wird. Wie wird die Politik von schwarz-gelb bewertet, welche Bedürfnisse und Wünsche haben die Versicherten? Ohne die breite Akzeptanz wird die Bundesregierung das Gesundheitssystem nicht weiterentwickeln können.

Im Anschluss laden wir Sie zu einem kleinen Imbiss ein. Wir bedanken uns bei den DRK-Kliniken für die Gastfreundlichkeit.

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