
Kultur, Tourismus, Kreativwirtschaft
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Wie teuer ist (uns) die Kultur? Mittwoch, 24.11.2010 18:00 Deutschen Kreditbank AG Taubenstraße 7-9 10117 Berlin Empfehlen Sie diese Veranstaltung weiter: |
| Die Veranstaltung ist kostenfrei: |
0,00 € |
Die Berliner Wirtschaftsgespräche laden im Rahmen der Veranstaltungsreihe Berlin 2020: Fit für die Zukunft gemeinsam mit dem rbb inforadio zu einer Podiumsdiskussion ein.
Begrüßung |
Kerstin Lassnig Vorstand Berliner Wirtschaftsgespräche |
Podium |
Dr. Stephan Frucht Dr. Ulrich
Nußbaum Peter F. Raddatz Jochen Sandig Alice Ströver, MdA |
Moderation |
Harald Asel rbb inforadio |
Zum unhinterfragten Selbstverständnis unserer Gesellschaft gehört, dass wir uns Kultur und Kunst leisten. In jeder politischen Sonntagsrede wird sie als Teil unserer Identität beschworen, an dem nicht gespart werden dürfe. Warum? Was erwarten wir als Gesellschaft von Kunst und Kultur? Warum finanzieren Staat und Kommunen Theater, warum sammeln Unternehmen Kunst und sponsern Festivals, warum engagieren sich Bürger und Bürgerinnen in Fördervereinen für Museen? – Und warum ist es dann doch immer wieder die Kultur, die in Zeiten knapper Kassen mit als erstes Kürzungen befürchten muss?
Zu fragen, wie teuer (uns) die Kultur ist, heißt auch zu fragen: Welche Kunst und Kultur wollen wir? Und wessen ist sie? Und es heißt zu fragen, wer sie bezahlen soll. Bis 1806 finanzierte die heutige Staatsoper Unter den Linden der König. Der Eintritt war frei; aber Zutritt hatte nur der Adel. Die Übernahme der finanziellen Verantwortung für Kultur und Kunst war Teil der Emanzipation des Bürgertums. Ebenso verstand die Sozialdemokratie Kultur als Teil der Emanzipation. Und heute? Was bedeutet sie uns jenseits von Kulturwirtschaft und Standortmarketing? Und wie finanzieren wir sie in Zukunft?
Für Berlin stellt sich diese Frage nicht zuletzt im Hinblick auf seine Aufstellung als Kulturmetropole. Wie kann es auch zukünftig seinen Rang als Kulturstandort global behaupten?
Die Veranstaltung wird vom rbb inforadio aufgezeichnet und zeitversetzt gesendet.
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