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Aktuelle Veranstaltungen > Viele Aufgaben, krankes Personal! – Fachkräftebedarf, Arbeitszeit und Krankenstand an Berliner Schulen

Wirtschaft, Arbeit, Bildung

arbeit+bildung+schule Viele Aufgaben, krankes Personal! – Fachkräftebedarf, Arbeitszeit und Krankenstand an Berliner Schulen

Dienstag, 16.03.2010 19:00

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Begrüßung

Dr. Rudolf Steinke
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.

Podium

Erhard Laube
Abteilungsleiter
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Berlin

Miriam Pech
Schulleiterin
Heinz-Brandt-Schule, Berlin

Uta Schröder
Schulleiterin
Hermann Gmeiner Grundschule, Berlin

Mieke Senftleben
MdA, Bildungspolitische Sprecherin der FDP
Abgeordnetenhaus von Berlin


Moderation

Susanne Vieth-Entus
Redakteurin
Der Tagesspiegel, Berlin

Jede/r fünfte Lehrer/Lehrerin in Deutschland brennt aus, so die Angabe des Psychiaters Joachim Bauer vom Universitätsklinikum Freiburg in einer neuen Studie!

Für das Schuljahr 2009/2010 fehlten lt. einer kleinen Anfrage der CDU-Abgeordneten in Berlin allein an den weitergehenden Schulen insgesamt knapp 560 Fachlehrer.

Für die Förderung von Integrations-Schülern fehlen sogar 235 ausgebildete Pädagogen, so dass hier immer wieder fachfremde Kollegen einspringen müssen. Fachfremde Vertretung und Stundenausfall garantieren keinen qualitativ guten Unterricht, eher das Gegenteil.

Ein Fachkräftemangel bedeutet jedoch nicht nur Stundenausfall, sondern auch eine Mehr- und Doppelbelastung für die einspringenden Kollegen. Mehr als 1500 Berliner Lehrer waren nach Gewerkschaftsangaben 2008 in Berlin langfristig erkrankt. Die Hauptursachen: Stress und Überbelastung. Das Burn-Out-Syndrom mit völliger Erschöpfung und auch Herz- Kreislauf-Erkrankungen stehen dabei als Symptome an erster Stelle.

Zur Vorbeugung sollte sicherlich ein Schwerpunkt die Gesundheitsberatung in Form von Supervision und Coaching, gezielter Begleitung der Lehrer für eine bessere Lern- und Leistungsfähigkeit sein.

Doch die wachsende Arbeitsbelastung und die Vielschichtigkeit der Aufgabenfelder, (Drogen- und Sexualberatung, Mediation, Elternberatung) für die LehrerInnen nicht ausgebildet sind, überfordert den Einzelnen oft. Im Zuge der Schulstrukturreform werden die Verantwortungsbereiche und Anforderungen an die Lehrer der Berliner Schulen nicht weniger, sondern umfangreicher.

Der Stellenpool wächst jedoch nicht in gleichem Maße und der Personalschlüssel vermag den tatsächlichen Bedarf nicht abzubilden. Die Senatsverwaltung hat zwar das Gehalt für Junglehrer 2009 deutlich angehoben, um die Nachwuchslehrer im Land zu halten und den Beruf in Berlin dadurch attraktiver zu gestalten. Doch die Gehaltserhöhung schafft noch kein Umdenken im Stellenplan für Schulen. Dabei geht es nicht allein um Fachkräfte, sondern auch um den Anteil an Schulpsychologen und Sozialpädagogen an den Schulen.

Macht Schule also alle krank: LehrerInnen und SchülerInnen? Müssen mehr Stellen den einzelnen Lehrer und die einzelne Lehrerin entlasten? Sollte also im Bezug auf Personalschlüssel und Begleitpersonal zwingend umgedacht werden? Wie steht es mit der Einführung verschiedener Arbeitszeitmodelle, um eine erste Entlastung zu erreichen?

Die Grundfrage ist durchaus mehrschichtig, denn erschöpfte und ausgebrannte Lehrer machen nicht nur weniger guten Unterricht. Auch Konflikte im alltäglichen Miteinander, Stress und Mobbing nehmen zu und das Ende dieses Gedankens knüpft an, an einen neuen: Auch deutschen Schülern wurde schon ein hoher Krankenstand und eine hohe psychische Belastung an unseren Schulen attestiert.

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