
Gesundheits- und Sozialwirtschaft
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Unbekanntes Wirtschaftswunder: Sozialbranche zwischen Nichtachtung und Skandal Dienstag, 27.03.2012 13:00 Bank für Sozialwirtschaft Oranienburger Straße 13/14 10178 Berlin Diese Veranstaltung ist ausgebucht. Empfehlen Sie diese Veranstaltung weiter: |
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50,00 € |
Das Thema: |
Unser Staat bekennt sich in seinem Grundgesetz zu seinem Wesen als
demokratischer Sozialstaat.
Kurz
gefasst, resultieren daraus zahlreiche Aufgaben, die der Staat durch
eigens dafür Beauftragte erbringen lässt. Über Jahrzehnte entwickelte
sich in diesem Kontext ein hochkomplexes Beziehungsgefüge, in dem
staatliche Aufgaben in Wohlfahrtspflege und Gemeinwesen durch
Dienstleister erbracht werden.
Im Spannungsfeld zwischen sozialer Verantwortung und wirtschaftlicher Steuerung bewegt sich heute die soziale Branche.
Nicht nur für Außenstehende und Beobachter ist die »Funktionsweise« unseres Sozialstaats nicht deutlich.
Oft
wissen sogar Betroffene und gut Informierte wenig über die politischen,
gesetzlichen, verwaltungslogischen und finanziellen Hintergründe
sozialer Arbeit.
Während reibungsloses Funktionieren selbstverständlich und voraussetzungslos erscheint, erfahren Fehler, Brüche, Probleme, menschliches Versagen oder kriminelle Tatbestände eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Denen, die diese Arbeit verantworten oder ausführen, erscheint die hohe Aufmerksamkeit oft unverhältnismäßig gegenüber der fehlenden Kenntnisnahme positiver Tatsachen. Nicht selten fehlt Respekt.
Auf der Strecke bleiben Fragen:
Wie kann der unbekannte
und gleichzeitig milliardenschwere Tanker Sozialwirtschaft künftig
überhaupt im Sinne des Sozialstaats gesteuert werden? Ein Tanker, der
elementare gesellschaftliche Bedürfnisse und gesetzlich verbriefte
Rechte von Menschen, die die Hilfe anderer benötigen, transportiert. Ein
Tanker, der unzählige Menschen nicht nur unterstützt, sondern auch
beschäftigt.
Die Debatte wendet sich an die Fachöffentlichkeit:
Entscheidungsträger aus Verbänden, Politik, Verwaltung und Sozialwirtschaft sowie an Vertreter der Medien.
Programm: |
12:30 Uhr |
Einlass | Getränke, Kaffee
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13:00 Uhr |
Zum Thema | Begrüßung |
13:15 Uhr |
Vortrag Krise und Zukunft des Sozialstaats Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität zu Köln |
13:45 Uhr |
Forum I Ist das Leitbild "Sozialstaat" für die Bundesrepublik Deutschland strittig oder gar hinfällig? Woran liegt es, dass über die größte Wirtschaftsbranche (»Hilfsindustrie«) in der Öffentlichkeit höchst unklare Vorstellungen bestehen. Ist die Komplexität der sozialen Leistungserbringung zu schwer durchschaubar? Was können Sozialunternehmen und Verbände tun, um in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden? Wie haben sich die Rahmenbedingungen sozialer Träger in den Jahren nach der Reform der Sozial- und Gesundheitsgesetzgebung verändert? Welche Absichten hat der Berliner Senat mit der Umsetzung der Bundesratsinitiative zu unangekündigten Kontrollen in sozialen Einrichtungen? Öffentlichkeit, Druck aus der Verwaltung und Stichwort Transparenz: Welche Probleme der Steuerung ergeben sich daraus für soziale Unternehmen? Über das Bild des Sozialen in der Gesellschaft, das Image sozialer Leistungen und die Konsequenzen für Entscheidungsträger diskutieren unter anderem
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15:00 Uhr |
Kaffeepause |
15:15 Uhr |
Forum II Wie können Verantwortliche in Politik und Verwaltung in Zeiten knapper Kassen überhaupt agieren? Welche Schwierigkeiten bereiten sozialpolitische Entscheidungen? Wie fließen ethische Fragestellungen in betriebswirtschaftliche Steuerungsprozesse sozialer Dienstleister ein? Sind soziale Unternehmen nur Kostentreiber gesellschaftlicher Ausgaben? Wie sind sie als staatlich beauftragte Leistungserbringer, Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber, Partner in öffentlichen Belangen und als Wirtschaftsunternehmen in Stadt und Region eingebunden? Wie unterscheiden sich "große" und "kleine" Träger? Impulsreferat Es diskutieren:
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16:30 Uhr |
Kaffeepause
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16:45 Uhr |
Podiumsdiskussion Worum geht es in der Bundesratsinitiative zum Zwölften Sozialgesetzbuch? Wie sollen Steuerungsmöglichkeiten für Kosten- und Leistungsträger einerseits und passgenaue Hilfen für die Zielgruppen andererseits besser gewährleistet werden? Welche Konsequenzen ergeben sich aus der strengen Personenzentrierung der Hilfen sowie der Möglichkeit, Angebote zur beruflichen Rehabilitation "in Konkurrenz" zum bestehenden System der WfbM zu entwickeln? Wie sehen Budgetmodelle aus? Wie läuft künftig Sozialpolitik in Berlin? Und wie wird sie bezahlt? Es diskutieren:
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18:00 Uhr |
Empfang bei Bier und Brezel
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Aktuelle Ankündigungen
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