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Das Ende der Eurozone - Löst Griechenland einen Dominoeffekt aus?
Donnerstag, 20.05.2010 19:30
PricewaterhouseCoopers AG Potsdamer Platz 11 10785 Berlin

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Das Ende der Eurozone - Löst Griechenland einen Dominoeffekt aus?
Begrüßung |
Dr. Rudolf Steinke Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Berliner Wirtschaftsgespräche e.V. Wolfgang Wagner Mitglied des Vorstands PricewaterhouseCoopers AG |
Podium |
Prof. Dr. Charles B. Blankart Lehrstuhl für Öffentliche Finanzen Humboldt Universität Berlin Prof. Dr. Markus C. Kerber
Fachgebiert Öffentliche Finanzwirtschaft und Wirtschaftspolitik TU
Berlin Dr. Jürgen Matthes Internationale Wirtschaftspolitik am Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Dr. Thilo Sarrazin
Vorstandsmitglied der Deutsche Bundesbank |
Moderation |
Prof. Dr. Dieter Puchta
eh. Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Berlin Unternehmensberatungsgesellschaft Puchta und Petersen GmbH
Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.
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Der Umgang mit der Griechenland-Krise ist eine Bewährungsprobe. Es wird immer deutlicher, dass er zu bestimmen scheint, wie es mit dem Euro weitergeht. Nach Griechenlands (überraschend früher) Beantragung der Hilfszahlungen der Euroländer und es Internationalen Währungsfonds (IWF) stellt sich für Deutschland und die EU die Frage nach dem weiteren Vorgehen. Forderungen von Kritikern werden laut, Griechenland müsse aus der Euro-Zone austreten, da es nicht nur ein Liquiditätsproblem sondern auch ein Wachstums- und Strukturproblem habe. Zudem steht eine andere Befürchtung im Raum, weitere bedrohte Länder wie Spanien, Portugal, Irland oder Italien könnten ebenfalls um finanzielle Hilfen bitten. Was hieße das für die Stabilität des Euros und die weiteren Entwicklungen der Eurozone? Steuert die EU auf eine Transferunion hin, in der die starken Länder die weniger starken finanziell permanent stützen? Was passiert, wenn Staaten tatsächlich pleite sind? Der Fall Griechenland könnte einen Dominoeffekt auslösen:
Bei einem ungeordneten Bankrott würden die Preise der Staatsanleihen sofort sehr tief fallen. Rein theoretisch könnte das die deutsche Finanzbranche bis zu 40 Milliarden Euro kosten - so hoch sind die Forderungen, die an Griechenland von deutscher Seite aus gestellt sind . Darüber hinaus könnte eine Insolvenz in Athen andere Schuldenstaaten wie Spanien oder Portugal mitreißen. Die Finanzkrise II wäre endgültig da. Möglicherweise wäre sie noch schlimmer als die erste. Die südlichen Länder der Euro-Zone sind allein in Deutschland mit mehr als 520 Milliarden Euro verschuldet. Wie können nun Vorkehrungen gegen ein solches Szenario getroffen werden? Wie wahrscheinlich und sinnvoll ist ein Europäischer Währungsfonds (EWF), der einen Staat, wenn alle anderen Maßnahmen fehlgeschlagen sind, in eine geordnete Insolvenz führen könnte? Kann er sinnvoll die Instrumente des IWF ergänzen, indem Staatsschulden zeitweise übernommen werden und so einem Ausverkauf bei den Anleihen entgegengewirkt werden kann?
Wir laden Sie herzlich zur Diskussion dieses spannenden Themas ein!
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