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Gesundheits- und Sozialwirtschaft
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Patientenorientierte Versorgungsforschung – wie kann sie effizienter werden?
Mittwoch, 08.02.2012 19:00
Bank für Sozialwirtschaft Oranienburger Str. 13/14 10178 Berlin

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Begrüßung |
Prof. Dr. Dr. Alfred Holzgreve Klinische Forschung Vivantes Netzwerk für Gesundheit Berliner Wirtschaftsgespräche |
Podium |
Prof. Dr. Dietrich Andresen Klinikdirektor Vivantes Netzwerk für Gesundheit
Prof. Dr. Karl Max Einhäupl Vorstandsvorsitzender Charité - Universitätsmedizin Berlin
Dr. Manfred W. Elff Mitglied der Geschäftsführung BIOTRONIK Vertriebs GmbH & Co. KG Mitglied des BVMed-Vorstandes
Johannes Singhammer, MdB Stv. Fraktionsvorsitzender CDU/CSU im Bundestag
Michael Weller Leiter Stabsbereich Politik GKV-Spitzenverbandes |
Moderation |
Rolf Stuppardt Stuppardt und Partner |
Bei der medizinischen Versorgung von Krankheiten in Deutschland werden immer wieder Probleme der Über-, Unter- und Fehlversorgung festgestellt. Der Sachver-ständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR) fordert deshalb eine Intensivierung der Versorgungsforschung in Deutschland.
In einem aktuellen Gutachten schlägt er vor, den Krankenkassen über eine gesetzliche Neuregelung die Möglichkeit zu geben, Studien zur Versorgungsforschung mit einem festen prozentualen Anteil der Leistungsausgaben zu finanzieren. Denn eine methodisch hochwertige Versorgungsforschung in Deutschland könne sich nach Ansicht der Sachverständigen nur bei langfristig gesicherter, von Anbieter- und Herstellerinteressen unabhängiger Finanzierung weiterentwickeln.
Die Krankenkassen können jedoch notwendige Studien zur Klärung nicht finanzieren, weil die breit angelegte Forschung nicht aus Beitragsgeldern finanziert werden darf. Laut Experten könnte hier eine Gesetzesänderung Abhilfe schaffen.
Im Koalitionsvertrag haben die Regierungsparteien vereinbart, dass sie mehr Forschung in der Versorgung fördern wollen. Hier heißt es konkret: „Erkenntnisse über das Versorgungsgeschehen unter Alltagsbedingungen sind dabei besonders wichtig, damit die Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung bei begrenzten Ressourcen weiter steigt. Daher werden wir die Versorgungsforschung systematisch ausbauen.“
Es gibt ebenso Kritiker, die die Forschungsförderung durch die Krankenkassen ablehnen. Sie stellen infrage, ob die Industrie die Bereitschaft aufbringen wird, die Gewinne auch angemessen an die Krankenkassen weiter zu geben. Wie die Beteiligung der Privaten Krankenversicherung (PKV) aussehen könnte, müsste geklärt werden. Auch Mittelbereitstellung durch den Staat für den Bereich der beihilfefinanzierten Aufwen-dungen müsste geregelt werden, um nur einige Punkte aufzugreifen.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der damit zu erwartenden Zunahme komplexer Krankheitsbilder kommt der Frage der zukünftigen Versorgung eine große Bedeutung zu. Wir wollen an diesem Abend dieses wichtige Thema aufgreifen und nach praktikablen Lösungswegen suchen.
Im Anschluss laden wir Sie zu einem kleinen Imbiss ein. Wir bedanken uns bei der Bank für Sozialwirtschaft für die Gastfreundlichkeit und dem Unternehmen Biotronik für die freundliche Unterstützung.
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