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Aktuelle Veranstaltungen > Ärztemangel in Deutschland – Welche Perspektiven haben unterversorgte Regionen?

Gesundheits- und Sozialwirtschaft

g_gesundheitswirtschaft Ärztemangel in Deutschland – Welche Perspektiven haben unterversorgte Regionen?

Dienstag, 22.06.2010 19:00

DRK-Kliniken Westend
Aula im BIZ
Spandauer Damm 130
14050 Berlin

Nicht buchbar

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Nichtmitglieder: 12,00 €
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Begrüßung
Dietmar Erdmeier
Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.
Vortrag
Dr. Thomas Kopetsch
Abteilungsleiter Bedarfsplanung, Bundesarztregister und Datenaustausch der Kassenärtzlichen Bundesvereinigung
Podium

Thomas Barta,
Abteilungsleiter für Gesundheit im Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg

Prof. Dr. Manfred Gross
Prodekan für Lehre Charité - Universitätsmedizin Berlin

Dr. Thomas Kopetsch
Abteilungsleiter Bedarfsplanung, Bundesarztregister und Datenaustausch der Kassenärtzlichen Bundesvereinigung

Frank Michalak
Vorsitzender des Vorstandes der AOK Berlin-Brandenburg – Die Gesundheitskasse

Karin Stötzner 
Patientenbeauftragte für Berlin

Moderation
Neithart Neitzel
Rechtsanwalt, Staatssekretär a.D.

In einigen ländlichen Gebieten wird die medizinische Versorgung aufgrund des Ärztemangels für viele Menschen zunehmend zur Mangelware. Diese Situation in manchen Regionen betrifft nicht nur den Osten Deutschlands – auch in anderen Gegenden werden Ärzte händeringend gesucht. Es gibt somit inzwischen mancherorts tägliche Erfahrung mit gravierenden Folgen: Patienten müssen lange auf Termine warten und weite Wege bis in die nächste Praxis in Kauf nehmen. Schon jetzt meldet die kassenärztliche Bundesvereinigung über 3 600 freie Arztsitze, mehr als die Hälfte davon für Allgemeinmediziner. Aber auch in den Krankenhäusern bleiben Stellen unbesetzt, in einigen Abteilungen sogar bis zu 50 Prozent.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat Vorschläge für eine bessere Versorgung in die öffentliche Diskussion gebracht. Diese sehen u.a. mehr Studienplätze, die Entschärfung der Zugangsbeschränkung (numerus clausus) zum Studium sowie eine „Landarztquote“ für Medizinstudenten vor. Die Maßnahmen sind jedoch in der Fachwelt auf ein geteiltes Echo gestoßen. Denn die Probleme sind vielschichtig. Mehr Medizinstudenten sind nicht unbedingt notwendig, weil genügend Ärzte ausgebildet werden. Dies wird auch daran deutlich, dass es in Ballungszentren zum Teil eine deutliche Überversorgung mit Ärzten gibt. Es kann auch nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass mehr Leute in der Mediziner-ausbildung gleichzeitig in Zukunft mehr Ärzte in die ländlichen Gegenden führen wird, so einige Argumente der Kritiker der Minister-Vorschläge.

An diesem Abend wollen wir uns über die Situation der ärztlichen Versorgung in Deutschland und speziell in der Region Berlin/Brandenburg informieren. Die demographische Entwicklung und Beispiele für innovative Versorgungsstrukturen und -konzepte sollen im Vordergrund stehen. Wir wollen über Handlungsperspektiven diskutieren, die seitens der Politik, der Hochschulen, der Kostenträger zu entwickelt sind – und dies vor allem im Sinne der Patienten.     

Im Anschluss laden wir Sie zum einem kleinen Imbiss ein. Wir bedanken uns bei den DRK-Kliniken für die Gastfreundlichkeit.

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