Exklusive Führung im Potsdam Museum: Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe

Das Potsdam Museum präsentiert in einer umfangreichen Werkschau den Maler und Architekten Wilhelm Schmid und die Novembergruppe, die aus den Wirren der Revolution von 1918/1919 als radikale Künstlergruppe hervorgegangen war.

Mit ihren Motiven, Farben und Formen beschritten die Maler der Novembergruppe  neue Pfade des künstlerischen Ausdrucks. Zum Ziel ihres Handelns erklärten die Künstlerinnen und Künstler eine enge Vermischung von Volk und Kunst, womit sie den alten kaiserzeitlichen Konventionen formal und inhaltlich eine Absage erteilten.

Aufsehen erregten die Mitglieder der Gruppe nicht nur mit ihrer revolutionären Forderung, sich im neuen Staat an allen die Kunst betreffenden Fragen zu beteiligen. Denn in den Ausstellungen – vornehmlich auf der Großen Berliner Kunstausstellung – gehörten ihre Gemälde, Aquarelle, Grafiken und Skulpturen zu den meistdiskutierten und strittigsten Werken. Diese Radikalität der künstlerischen Gestaltung, die die Gruppe besonders bis 1923 auszeichnete, ist mitunter auch in den gezeigten Kunstwerken greifbar.

Schmid, der in Potsdam unter anderem die Villa Metz (nach der Wende Villa Wunderkind/Joop; jetzt Hasso-Plattner-Stiftung) in den  1920er Jahre in der heutigen Berliner Vorstadt umbaute, wählte die ehemalige Residenzstadt zum Schaffens- und Lebensort. Zahlreiche festgehaltene Motive zeugen von einer bewussten Wahrnehmung seiner Umgebung. Die Ortansichten stehen hierfür ebenso wie seine eindringlichen Stillleben. In einer späteren Phase hinterfragte der feinsinnige Maler die Beziehungen zwischen den Menschen und griff wiederum den Stoff der Novembergruppe auf: die Menschen und ihre Gemeinschaft.

Die Ausstellung wird Schmids architektonischen und künstlerischen Spuren in Potsdam folgen und ihn im Gründerkreis der Novembergruppe verorten, deren Schlüsselwerke in Korrespondenz zu Schmid präsentiert werden. Der Kontext der Weimarer Republik als eine Epoche der Gegensätze und Umbrüche gerät ebenso in den Fokus der Ausstellung wie der sich nähernde Nationalsozialismus.

Die Führung wird ca. 1 Stunde dauern. Danach können Sie noch in der Ausstellung verweilen und/oder das Museumscafé besuchen.


Führung:

 


Claudia Häuser-Mogge

berliner wirtschaftsgespräche e.v.

 

 


Datum/Zeit

Date(s) - 24.11.2018
15:00 - 16:30

Veranstaltungsort

Potsdam Museum

Kategorien


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Ticket-Typ Preis Plätze
Mitglieder €14,00
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Von |2018-11-07T14:02:49+00:0024. November 2018|Kultur, Kultur vor Ort|Kommentare deaktiviert für Exklusive Führung im Potsdam Museum: Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe
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