Kultur vor Ort: Das Marmorpalais im Neuen Garten

Das Marmorpalais im Neuen Garten ist das erste und einzige preußische Königsschloss im Stil des Frühklassizismus. Als Privatresidenz für Friedrich Wilhelm II. errichtet, diente es später mehrfach als Übergangswohnsitz für die künftigen Kaiser. Die berliner wirtschaftsgespräche laden in der Reihe „Kultur vor Ort“ ein, das Marmorpalais bei einer Führung und anschließendem Gespräch kennenzulernen.

Begrüßung:

Kerstin Lassnig, Vorstand berliner wirtschaftsgespräche e. V.

Führung & Gespräch:

Harald Berndt, Schlossbereichsleiter Neuer Garten

Noch vor dem ersten Spatenstich für das Marmorpalais pflanzte König Friedrich Wilhelm II. hier am Ufer des Heiligen Sees seine Lieblingsbäume: Robinien – die Symbolbäume der Freimaurer, denen er angehörte. Seinen Namen verdankt das Palais den Schmuck- und Gliederungselementen aus schlesischem Marmor an der Fassade. Romantisch auf einer Terrassenanlage am Seeufer gelegen mit Ausblicken weit über die Havellandschaft bis zur Pfaueninsel, ist es das erste und einzige preußische Königsschloss im Stil des Frühklassizismus. Friedrich Wilhelm II. ließ es 1787–93 als private Sommerresidenz für sich errichten. Der Architekt war Carl von Gontard, die Inneneinrichtung entwarf u. a. Carl Gotthard Langhans. Von ihm stammt auch die Schlossküche in Gestalt einer halb versunkenen Tempelruine. Unterhalb der Terrasse gelegen, war sie durch einen unterirdischen Gang mit dem Speisesaal verbunden. 1797 ließ Friedrich Wilhelm II. das Schloss um zwei Seitenflügel erweitert, starb aber im selben Jahr.

Unter seinen Nachfolgern diente das Marmorpalais immer wieder als Übergangswohnsitz: Der spätere Kaiser Wilhelm I. und seine Gemahlin Augusta wohnten hier bis zur Fertigstellung des Schlosses Babelsberg. 1881–88 lebte der zukünftige Kaiser Wilhelm II. im Marmorpalais. Und ab 1904 war es der Wohnsitz von Kronprinz Wilhelm und seiner Gemahlin Cecilie, bevor sie 1917 ins Schloss Cecilienhof umzogen.

1926 kam das Marmorpalais zur preußischen Schlösserverwaltung und wurde 1932 als Museumsschloss eröffnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die Rote Armee das Gebäude kurzzeitig als Offizierskasino. 1961 wurde in ihm ein Armeemuseum eingerichtet. Seit 1990 gehört das Marmorpalais wieder zur Schlösserverwaltung. Nach grundlegender Sanierung – sie wurde schon zu DDR-Zeiten begonnen – ist es seit 2006 vollständig restauriert wieder öffentlich zugänglich. Die weitgehend original erhaltenen Räume enthalten neben der kostbaren Innenausstattung auch die zweitgrößte Wegdwood-Keramik-Sammlung Deutschlands. Und auch die Robinien wurden vor einigen Jahren wieder nachgepflanzt.

Herr Harald Berndt, Schlossbereichsleiter Neuer Garten, stellt uns bei einer Führung und im anschließenden Gespräch das Marmorpalais vor.

Weitere Informationen zum Marmorpalais sowie zur Anreise hier.

Treffpunkt: am Schlosseingang.

Wir danken der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg herzlich für die Einladung.

Die Anzahl der Teilnehmer/-innen ist beschränkt. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an.


Datum/Zeit

Date(s) - 01.09.2018
14:50 - 17:00

Veranstaltungsort

Marmorpalais

Kategorien


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Von |2018-08-06T12:36:14+00:001. September 2018|Kultur, Tourismus|Kommentare deaktiviert für Kultur vor Ort: Das Marmorpalais im Neuen Garten
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