Welchen Einfluss hat die Provenienz auf den Kunsthandel?

Die Provenienz – die Herkunft eines Werkes – spielt eine immer größere Rolle. Mit den Washingtoner Prinzipien von 1998 sind vor allem öffentliche Einrichtungen, wie Museen, Bibliotheken und Archive zur Überprüfung ihrer Bestände auf „NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut“ angehalten. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK) in Magdeburg fördert darüber hinaus auch Projekte zur Erforschung von Kulturgut, welches in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR enteignet wurde oder aber aus kolonialen Kontexten stammt. Zudem etabliert sich die Provenienzforschung verstärkt als Forschungsgebiet im akademischen Bereich, vor allem in der Kunstgeschichte. Auch für den Handel gehört die Erforschung von und Auseinandersetzung mit der Herkunftsgeschichte kultureller Objekte zum Tagesgeschäft. Dies hat teilweise rechtliche Gründe: Die Sorgfaltspflichten nach dem Kulturgutschutzgesetz verpflichten Sammler und Händler, genauer hinzusehen.

Die Referentinnen:

Dr. Katharina Garbers-von Boehm ist Rechtsanwältin und in den Bereichen Kunstrecht, geistiges Eigentum und IT-Recht tätig. Nach Studien in Deutschland, England und Frankreich ist sie seit 12 Jahren als Rechtsanwältin tätig. Unter anderem beriet sie das Kunstmuseum Bern im Zusammenhang mit der Annahme des umstrittenen Nachlasses von Cornelius Gurlitt. Vom Handelsblatt wurde sie als „Anwältin des Jahres 2019“ für Kunstrecht ausgezeichnet.

Dr. Meike Hopp hat Kunstgeschichte, klassische Archäologie und Theaterwissenschaften studiert. Seit 2009 betreut sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) München verschiedene Forschungs-, Erschließungs- und Datenbankprojekte im Bereich der Provenienz- und Kunstmarktforschung. Seit November 2018 ist sie Vorsitzende des Arbeitskreis Provenienzforschung e.V.


KunstWerte – Die Gesprächsreihe zu wirtschaftlichen Aspekten in der bildenden Kunst

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Grafik: ARTFUNDERS unter Verwendung von
Franz Marc, Pferde in Landschaft, Bild: dpa-Bildfunk

Einer der maßgeblichen Standortfaktoren Berlins ist die Kultur – auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Die Berliner Wirtschaftsgespräche als Gastgeber der KunstWerte-Reihe verschaffen in Kooperation mit der Initiative Artfunders – Crowdfunding für Kunst und Kultur diesem Themenfeld in einer dynamischen Umgebung die nötige Sichtbarkeit.

Die Veranstaltungsreihe KunstWerte bringt Fachleute und Akteure miteinander ins Gespräch, um im Tandem aktuell relevante Themen zu gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und juristischen Fragestellungen im Kulturbetrieb zu diskutieren.

Themen der Reihe sind „KunstWerte in Steuerberatung und Kunstversicherung“, „KunstWerte im Nachlass“ und „KunstWerte im Handel“.

Eine Kooperation der

und


Datum/Zeit

Date(s) - 21.11.2019
18:00 - 20:30

Veranstaltungsort

BWG Office

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