Der Zusammenbruch der bisherigen afghanischen Regierung und der Machtübernahme durch die Taliban infolge des Abzugs der internationalen Truppen wirft eine Reihe von Fragen auf, die Afghanistan und die weitere Hilfe von außen unmittelbar betreffen.

Es müssen aber auch viel grundsätzlichere Fragen gestellt werden, die sich aus dem – zumindest derzeitigen – Scheitern des Versuchs ergeben, einen demokratischen Rechtsstaat auf der Basis universaler Menschenrechte außerhalb des euro-atlantischen Raums aufzubauen. Dies sind eher pragmatische Fragen, ob der „Westen“ letztlich nicht an seiner Doppelmoral gescheitert ist, weil also der ethische Anspruch durch das Verhalten der externen Akteure in Afghanistan unterlaufen worden ist. Aber müssen darüber hinaus wohl auch prinzipielle Fragen aufgeworfen werden wie diejenige nach der Universalität des Anspruchs angesichts kulturell-zivilisatorischer Differenz.


Diese und weitere Fragen diskutieren

Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven 
Leitender Direktor – Institut für Theologie und Frieden

Sultan Masood Dakik 
Unternehmer


Zu den Personen 

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Prof. Dr. Heinz-Gerhard Justenhoven

Der Moraltheologe Prof. Heinz-Gerhard Justenhoven ist in Personalunion Vorstand der Katholischen Friedensstiftung sowie Direktor des von der Stiftung geförderten Instituts für Theologie und Frieden. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie folgte die Promotion über Francisco de Vitoria gefolgt von der Habilitation zur „Internationalen Schiedsgerichtsbarkeit zwischen ethischer Norm und Rechtswirklichkeit“.  Justenhoven lehrt unter anderen an der Theologischen Universität Freiburg.

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Sultan Masood Dakik

Sultan Masood Dakik stammt väterlicherseits vom afghanischen Königshaus ab. Er entstammt der Muhammadzai-Dynastie, die Afghanistan von 1826 bis 1978 regierte. Sein Vater war Dr. Abdul Khaliq Khan (1927–1992). Er hatte als erster Afghane an der Sorbonne in Paris promoviert, war 35 Jahre Botschafter seines Landes bei den Vereinten Nationen (UN). Sultan Masood Dakiks Mutter stammt vom Propheten Muhammad, Friede und Segen sei auf ihm, in direkter Linie nach 30 Generationen.


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Datum/Zeit

Date(s) - 26.01.2022
17:00 - 18:30

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